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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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4OO Von der Zubereitung

dem, daß sie sich nicht verwirren und verwickeln.Ist dieses geschehen, so läßt man in einem ovalenKessel eine hinlängliche Quant,kär Flußwasser heißmachen, um vcnetianische Seife darinne zu zer-schmelzen. Auf einen Cenrner Seide muß manzo Pfund Seife rechnen: damit aber die Seifedesto leichter schmelze, so ist nöthig, sie in kleineStücken zu zerschneiden.

Wenn die Seife im Kochen zerschmolzen ist,so macht man den Kessel mit kaltem Master wiedervoll, macht alle Ofenthüren zu, und läßt nur einwenig Kohlen darunter, damit das Bad heiß blei-bet, aber ohne zu kochen; denn, wenn das Badkochte. so würde sich die Seide. besonders die feineSeide, von einander theilen und verwirren.

Indem dieses Bad zugerichtet wird, sticht maneine Stange durch die Stücken, und thut sie alsdennin das Seifbad, wo man sie so lange läßt, bis mansiehet, daß der eingetauchte Theil den Gummi ganzverlohren hat, welches sich leicht an der Geschmei-digkeit und Weiße der Seide bemerken läßt, die sieannimmt, indem sie den Gummi vermehret. Als-denn wird sie auf der Stange umgekehret, umdem Theil, welcher noch nicht eingetauchet war,gleichfalls den Gummi zu benehmen, und manziehet sie nicht eher heraus, als nach dem Maaße,in welchem sie das Gummi verliehret.

Hat nun folgendergestalt die Seide den Gummiverlohren, so drehet man sie auf dem hölzernen Na-gel, damit sie daö Seifenwasser verliehret, undrichtet sie zu, das heißt, man rüttelt sie auf demhölzernen Nagel und über der Hand auseinander.

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