4io Von der Schwefelung der Seide.
ivorzu gemeiniglich 4 oder 5 Glänzungen erfor-dert werden.
So bald die Seide fertig ist, und eine durch-gängig gleiche Schartirung bekommen hat, sodrehet man sie trocken auf den Windestock; als-denn muß man sie auf die Stangen ausbreiten,um sie völlig zu, trocknen.
Fünftes Kapitel.
Wie man die Seide schwefelt.
ÄfAeil der Schwefeldampf den allerhöchstenGrad der Weiße verursacht, der nur mög-
lich ist, so muß alle Seide, die zu weißer Arbeitbestimmt ist, geschwefelt werden, ausgenommendiejenige, welche zum Mohr bestimmt ist.
Vey der Schwcflung muß man folgender-maßen verfahren:
Man breitet die Seide, die geschwefelt wer-den soll, auf aufgesetzte Stangen von 7 bis 8Fuß in der Höhe.
Man kann dazu einen hohen Boden wählen,wo man durch Oefnung der Thüren und Fensterdie Luft zulasien kann, wenn es die Nothwendig-keit erfordert.
Zu ioo Pfund Seide braucht man ohnge-fahr anderthalb oder r Pfund Schwefel. Manthut ihn stückweise in einen eisernen Napf, des-sen