Von der Schwefelung der Seide. 4»
sen Boden mit «ein wenig Asche bestreuet ist.Man zerstößt ihn, doch nicht allzuklar, und legtihn in einem Haufen auf die Asche; man legtalsdenn das Feuer an verschiedene Qertcr desHaufens an. Man macht den Boden oder dieKammer fest zu; ist einCamin darinnen, so mußman auch dafür sorgen, daß er gut verstopfetwerde, und laßt die Nacht durch allen Schwefelunter der Seide verbrennen. Des Morgens drauföfncr man die Fenster, um den Dampf zu zerstreuen.
Im Sommer ist die bloße Oefnung der Fen-ster zureichend, den Dampf zu zerstreuen, undauch zugleich die Seide zu trocknen.
Im Winter aber macht man die Fenster wie-der zu, so bald der Schwefelgeruch vergangen ist,und trocknet die Seide dadurch, daß man glühen-de Kohlen in die Feuertöpfe thut.
Der Ort, wo man die Seide schwefelt, mußeine solche Lage haben, daß man nicht nöthig hat,hinein zu gehen, wenn man Fenster und Thürenöfncn will. Und man muß es nicht eher thun,,als bis frische Luft den Schwefeldampf verdrun-gen hat. Man würde ohne diese Vorsicht inGefahr seyn, zu ersticken. So groß ist derDampf von den Kohlen und dem Schwefel.Der durch das Feuer verzehrte Schwefel laßt aufder Asche eine schwarze Rinde, die sehr feucr-fangend ist. Man bedienet sich in der Folgedesselben, den Schwefel damit anzuzünden.
Will man sehen, ob die Seide trocken ist,so drehet man sie auf dem Nagel. Wenn sie imDrehen nicht mehr an einander hänget, so ist
sie