Dom Blauem . 419
Einige Färber fangen damit an, den Indigoin einer Lauge von i Pfund Weinsieinasche in2 Eymer Wasser kochen zu lassen; alsdenn stößtman ihn ganz naß in einem Mörsel. Wenn eranfängt, wie ein Teig zu .werden, fo gießt mandie erwähnte Vorbereitung warm darauf. Manläßt es sich setzen, wenn der Mörser voll ist, undgießt a lsdenn das Klare in einen Kessel ab.
Eine gleich große Quantität der Zubereitunggießt man auf den Indigo,, der auf dem Bodendes Mörsers geblieben ist. Man muß es aber-mals reiben, und gießt, wie vorher, das Klarein den Kessel ab.
Man unterläßt diese Verrichtung nicht eher,als bis sich der Indigo mit dem größten Theileder Zubereitung vereiniget hat. Man gießt esKessel weise, nach dem Maaße der Klcye, dieauf dem Boden der Küpe ist, über dieselbe, undschüttet endlich den Ueberreft der Zubereitungmit seinem Bodensatze nach.
Man rührt es mit einem Stock, den manKrücke nennt, um; und wenn es dadurch einengemäßigten Grad der Wärme erlanget hat, machtman um die Küpe ein wenig Feuer, um es indiesem Grad zu erhalten. Man fährt damitfort, bis die Materie anfängt grün zu werden;dieses kann man bemerken, wenn man ein wenigweiße Seide hinein taucht.
Befindet sie sich in diesem Stande, so rühretman sie mit der Krücke, um zu sehen, ob sie gutwird. Man thut alsdenn weiter nichts daran,bis sich ein braunes küpfrichtes Hautchen oben aufDd r der