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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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438
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4Z8 Vom Amor, Orange, Mordore,

DieWirkung dcrAschc bestehet darinne, denRoucou durch die Auflösung gelb zu machen. 'Sieeinzieht ihm das Zicgelfärbige, giebt ihm eine gold-gelbe Farbe, und mackt^sic zugleich dauerhafter.

Es ist allezeit ein Beweis, daß der Roucounicht eftche genug hac, wenn er noch so sehr insZiegelfarbige fällt, iirdem man ihn zubereitet.Man muß ihm also noch mehr Asche mittheilen,das Vad aufkochen lassen, und solches auch,,vie vorher, wieder durch kaltes Wasser nieder-schlagen. Man rührt alles zusammen mit einemStock um, und läßt es sich hernach seHen-

Wenn die Seide Aurorenfarbe und Orangen-gelb werden soll, so nimmt man zur Kochung20 Pfund Seife gegen 100 Pfund Seide.

Hat man sie durch das Waschen und Aus-schlagen von der Seife rein gemacht, so bringtman sie aus den Windestock, iMd läßt sie auslau,fen; dann thut man sie in etwas starkem Stük-kcn auf den Haspel, und läßt während der Zu-richtung Flußwasscr in einem Kessel heiß werden,den man bis zur Hälfte damit anfüllet. Indieses Wasser thut man alsdenn einen Theil vondem aufgelösten Roucou, und laßt es so heißwerden, daß man die Hand nicht wohl mehr dar-innen leiden kann, doch nicht bis zum Kochen.Hat man denn das Bad umgerühret, und dasRoucouwasser gut unter einander gemischct, soziehet man die Seide auf oben beschriebene Artourch.

Wenn die Stücken alle gleich gefärbet sind,so langet man eines davon heraus, wäscht es,

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