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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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439
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Goldgelb und Isabetlenfarbe. 439

klopft es zwcymal, und wendet es auf dem Stok-ke um, um zu sehen, ob die Farbe völlig genugist; ist sie es nicht, so muß man auft NtiicRou-cou dazuthun, es umrühren, und das Stück aufsneue eintauchen, bis es gut ist.

Dann muß alles gewaschen und zweymal imFlusse geklopfte werden. -Es ist nothwendig, dasUeberflüßige des Roucou der Seide zu benehmen,weil sie außerdem schmuzig werden würde.

Nachdem man der Seide den Grund vonRoucou gegeben, so ist es höchst nöthig, sieznalauncn, um die Farben des gelben und indianftsehen Holzes dauerhaft zu machen, welches manzu morüore gebrauchet. Wenn man rohe undungekochte Seide mit Auror färben will, so mußman diejenige wählen, die von Natur weiß ist.Man taucht sie ein, und giebt ihr ein Bad vonRoucou; doch hat man die Vorsicht dabey zubeobachten, daß dgö Bad nicht zu heiß, sondernlau und fast kalt seyn muß, damit nicht dieWeinsteinasche, welche in dem Vade den Roucouaufgelöset hat, der Seide ihre Rohigkeit undStärke entziehe, welches sie zu der bestimmtenArbeit untüchtig machen würde.

Was das Mordore und Orange anbetrifft,so verfahret man mit der Arbeit just so, wie beyder gekochten Seide.

Auf die bereits erzählte Weise verfahrt manaber nur mit der Seide, welche die Aurorschatti-rüng bekommen soll. Will man aber das Orangemachen, welches eine weit röthere Schattirungist, so muß man die Seide, nachdem sie mitEe 4 Roucou