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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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468
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468 Vom ächten und unächten Purpur.

oder mehr, nach dem Grade der Schattirung,die er bekommen soll.

Um die dunkeln Schattirvnqen zu machen,darf man nur indianisches Holz in das Brasilien«bad thun; alsdenn wird die Schattirung sehrdunkel; wenn man sie aber nicht sogar dunkelhaben will, ,so thut man indianisches Holz in dasOrscillebad.

Das Brasilienbad, das man vor der Orscillegiebt, ist deswegen nothwendig, weil die Farbe,welche die Orscille geben würde, allzu sehr insViolette fiele. Die hellen Schatkirungcn dieserFarbe macht man allein von Brafilienholz, undbelebt sie hernach nur mit kaltem Wasser, inwelches man etwas vom Weinsteinaschenbadethut; in den berühmtesten Fabriken aber giebtman ihr nach dem Brasilienbad ein schwachesOrseillcbad, weil die Seide durch die erste Me-thode etwas hart zu werden pflegt. Wenn dieFarbe zu sehr violet ist, so schwächt man sie da«durch, daß man ihr Wasser mit ein wenig Citron-sast giebt. Wenn man »machte Nelkenfarbemachen will, so thut man sie in das Orseillcbad,ohne die Seide vorher mit Brasilienholze zufärben. Man darf sie auch nicht alaunen. Wennsie noch nicht violct genug ist, so muß man ihrnoch ein klein Bad von Wcinstcinasche undWasser geben. Wenn man diese unachtc Farbenauf rohe Seide machen will, so nimmt man da-zu die weiße Seide, und verfährt übrigens da-mit, wie mit der gekochten. Die ächten Purpur-

und