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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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469
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Vom achten Violet. 469

und Nelkenfarben werden gar nicht auf rohe Seidegemacht.

Sechzehendes Kapitel.

Vom ächten Violet.

^^iese Farbe wird von Roth und Blau zusam-mengesetzt; man bedient sich zu dem Blaualler Violette des Indigo. Das ächte Violet istdasjenige, dessen Roth aus Scharlachwürmerngezogen ist; dasjenige Roth aber, welches manaus andern Spcccreycn, und besonders ausQr-feiste bereitet, hat wenig Dauerhaftigkeit, undheißet unächt Violet.

Die Seide, die ächt Violet gcfärbet werdensoll, wird, wie gewöhnlich, nämlich ro PfundSeife zu Pfund Seide gerechnet, gekocht.Dann wird sie alaunct, wie zu dem ächten Car«mcsin. Man thut aber weder Weinstein, nochaufgelöstes Zinn ins Bad; weil diese sauern In»gredicntien die Kraft haben, die Cochenillenfarbezu erhöhen. Weil aber die Cochenillenfarbe vonNatur viel violetter ist, als wenn man aufgelöstesZinn hinein thut, so hat man, wenn man ächtViolet färben will, diese Composition nichtnöthig.

Wie das Cochenillenbad zubereitet wird, seheman in dem Kapitel vom ächten Purpur nach.

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