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Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
Entstehung
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512
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5»2 Von besondern Verfahrungsarten.

Italuniische Art, nchtVioletaufSeidezu färben.

Wenn die Seide alaunt ist, wie zu dem ro-then Carmesin, so ziehe sie aus ihrer 'Alaune her-aus. alodcnn färbe sie in Scharlachwürmern;last dazu r Unzen arabischen Gummi in einemKessel zerschmelzen , thue auf jedes Pfund Seider Unzen Scharlachwürmcr, eine Dritkrhcil UnzeLerchenschmamm» oder eben so viel Curcuma,oder terra meritL, dazu. Mische es, und thuees in einen Kessel. Wenn es anfangt zu kochen,und der Gummi gut geschmolzen ist, so machedeine Seide auf Drchstabe, drehe sie darüber inden Kessel um; laß sie zwo Stunden kochen,so ist sie gefärbt. Laß sie erkalten; wasche sie;ringe sie auf dem Haken aus; und alsdenn waschesie nochmals leicht aus. Um sie violct zumachen, so tauche sie, gut auseinander gebreitet,in eine blaue Küpe, bis sie ein schön Violet an-genommen hat. Wasche sie in recht klaremBrunnenwasser; ringe sie aus, und laß sie imSchatten, gut aus einander getheilt, trocknen.

Halbviolct.

Zu einem Pfund Seide nimm anderthalbPfund Orseillc, und laß es in einem Bade gutumrühren; laß es eine gute Viertelstunde kochen;ziehe geschwind deine Leide durch; laß sie er-kalten; wasche sie in einem Fluß, und du wirstein schön Halbviolet haben, oder 4ila, mehr oderweniger dunkel.

Genuesisches