Von besondern VerfahrtMgsatten. zrz
Genuesisches Scbwarz auf Sammt»Iumus 1740.
Man läßt die Seide 4 Stunden kochen, miteinem Viertel so viel venetianischer Seife, alsdie Seide schwer ist. Hernach wäscht man siewohl» In einem Kessel von 500 Pinten Was-ser lasse 7 Pfund Galläpfel kochen» Laß dieGalläpfel setzen, gieße das klare Wasser ab, undwenn du das Dicke heraus gethan hast, so gießdas Klare wieder in denselben Kessel. Setze ei-nen reinen durchstochenen Löffel halb hinein, inwelchen du 7 Pfund Gummi von Senegal,
7 Pfund römischen Vitriol oder Kupferwasscr,und 7 Pfund des besten Eisenfeilstaubs thust
Wenn das Bad diese Spccertyen zerlassenhat, so laß das Feuer ausgehen, und dies Bad
8 Tage gähren; alsdenn mache es heiß, undwenn es eben kochen will, so hänge denselbenDurchschlag in dasselbe Bad; und wenn du 6Paquer vom sechsten Theile der Masse des Gum-mi, Vitriol und Feilspäne, welche zu diesemBade bestimmt sind, gemacht hast, (nach derQuantität der Seide zu rechnen, auf 10 PfundSeide ein Pfund von jeder dieser Species) solaß diesen sechsten Theil auf einmal in dem Durch-schlag schmelzen. Wenn das Feuer weggethanworden ist, und man to Maaß kalt Wasser indieses Bad gegossen, welches nur so warm seynmuß, daß man die Hand darinne leiden kann,so thue die Seide auf Stäbe, tauche sie in dasBad, und laß sie ro Minuten ohngefähr darinne;
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