Z 28 Nachricht vom Roucou.
Eine andere Art, den Roucou zu verfertiM,wovon er sehrschönwird.
Um sehr schönen Roucou zu machen, mußman die Körner in einem Tröge weichen lassen,und dazu grünen Roucou nehmen, wo möglich,sogleich wie er von dem Baume kömmt, ohneihn zu schlagen oder zu stampfen. Man bewegtihn nur hin und her, und wenn man die Körnerauf dem Trog durchsiebet, reibet man sie mit denHänden, und nachdem man sie genug geriebenhat, wirft man sie hin Auf diesem Wasser er-hebt sich ein Schaum oder ein Fett, das man miteiner Schaumkelle abnehmen muß; man quirlt esalsdenn in einem sehr reinen Gefäße, auch wohlnur mit den Händen, ohne es zu kochen, undmacht es dadurch dicke, worauf man es imSchatten trocknen laßt. Dadurch erhält mansehr schönen Roucou, nur würde man auf dieseArt zu viel vermehren, und die Kaufleute würdenihn nach der Verhältniß dessen, was man aufdiese Arr in Vcrglcichung mit der andern gemei-nen verliehret, nicht bezahlen wollen.
Das Pfund von dieser Waare galt '694 nochzwanzig Sous. Die vorigen Jahre hatte er biszo Sous gegolten; aber daß man allzu viel davongemacht hatte, verursachte nebst dem RyöwickischenFriedensschlüsse, daß der Preiß am Pfunde um6 bis 7 Sous siel. Dem ohngeachret hatten die-jenigen, die ihn verfertigen, noch ihren Vortheildabey, weil er fast gar keine Kosten erfodert. DieBäume, die ihn tragen, werden auf großen Wie.