Buch 
Des Herrn Hellot's ... Färbekunst oder Unterricht Wolle und wollene Zeuge zu färben, nebst Vorschriften zu Prüfungen derselben durchs Absieden / Jean Hellot ; aus dem Französischen übersetzt und mit einer Anweisung zur Seidenfärberey versehen von Abraham Gotthelf Kästner
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531
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Nachricht vom Roucou. >

Die Indianer sammlcn die Hülsen, und lee-ren sie aus, wie wir; aber anstatt die Körnerins Wasser zu thun, und daselbst gähren zu lassen,reiben sie solche zwischen den Händen, die sie zu-vor mit Caraparöle überstrichen haben, bis dasfleischfarbene Häukchen sich von dem Korne ab-sondert, und ein sehr klarer und feiner Teig dar-aus wird: alsdenn schaben sie sich die Hände miteinem Messer ab, und thun das Abgeschabte aufein sehr reines Blatt, wo sie es im Schattentrocken lasten, damit die Sonne seine Farbe nichtverzehret. Diese Arbeit ist, wie man leichte ste-het, langweilig und verdrießlich, aber für dieCaraiben ist sie schon recht: denn dieses sind sodie allerträgsten Geschöpfe auf der Welt. . Wennihr Roucou trocken ist, machen sie Klumpen dar-aus einer Faust groß, und wickeln solche in Ba-lisierblätter, oder in Blätter von Cachibou, undso heben sie solche sehr sorgfältig auf.

wie sich die Caraiben des Roucou bedienen.

So bald sie aufgestakdcn sind, das ist, sobald sie sich aus ihrer Hängematte erhoben haben,gehen sie an das Meer oder an einen Fluß, undwaschen sich da den ganzen Leib; wenn der Windoder die Sonne sie nun getrocknet hat, setzen siesich auf ein Stühlchen mitten in ihrer Hütte,oder ihren Carbet, wo ihre Weiber kommen,sie zu kämmen, und ihnen die Haare zu flechten;hierauf thun sie ein wenig Carapatöl in einenhalben Flaschenkürbis, und lassen Roucou dar-Ll 2 innen