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Nachricht vorn Indig.
Unterstchied der Indigo.
Denn mit ihrer Erlaubniß, aller Unterschiedunter diesen beyden Inden oder Jndigö kömmtnur darauf an, daß der osiindische wie halbeEyer, der westindische aber inTäfelchen gebildetwird: denn was die Schönheit und Güte betrifft,hat keiner vor dem andern einen Vorzug, wennman beyde mit gleicher Sorgfalt und Aufrichtig-keit verfertiget.
Die Gestalt des Indig, der in Ostindien ge-macht wird, nöthiget die Kaufleute, wenn sieihn nach Europa schaffen wollen, ihn klein stoßenzu laffen, damit sie mehr in die Kisten oder indie Fässer, in denen sie ihn fortführen, bringenkönnen. Es ist wahr, wenn man ihn solcher-gestalt stampfet, so stehet er feiner aus, als derosiindische, weil sein Korn unter derMörselkeulezerbröckelt, und zu Pulver gemacht worden ist,da der osiindische in Tafelchen kömmt, und weiler getrocknet worden ist, sein Korn ganz zeiget,daß es also nicht so fein aussieht. Aber wasthut das bey der innern Güte der Waare? Ichbehaupte vielmehr, daß solche bey beyden gleichist, was auch sonsten für ein Unterschied dar-unter erscheinet.
Um sich von dieser Wahrheit zu überzeugen,nehme man ein Stücke Zucker, das durchausgleich weiß ist, breche es, und reibe einen Theildavon zu Pulver, so wird solcher viel feiner undweißer aussehen, als derjenige, welcher ganz ge-blieben ist. Denn da sein Korn in eine große
Ll 5 . Menge