542 Nachricht vom Indiz.
-Ich weis, daß einige Schriftsteller behaupten,die gröbern Theile der Blätter gäben keinen In-diz, welcher ihrer Meynung nach nur eine zäheFarbe ist, die das Gähren der Pflanze im Wasserausbreitet; ab;r ehe ich ihnen auf ihr Wort glau-be, wünschte ich zuvor von ihnen zu lernen, wasdenn aus den gröber» Theilen der Pflanze wird?denn, wenn man sie aus dem Fäulungskassenimmt, so hat sie gar nichtmehr weder die vorigeFestigkeit, noch das vorige Gewichte, noch dievorige Farbe. Die Blätter, welche nahrungs-reich und voller Saft waren, sind leichte, weich,ausgetrocknet, und gleichen nichts an ihr, alsdem Miste, daher man auch ordentlich diesemFasse den Namen des Fäulungöfasses beylegt.Wenn man also in den Blättern und in den übri-gen Stücken der Pflanze die Theile nicht mehrfindet, die man zuvor bey ihnen angetroffen hatte,so ist es sehr natürlich, zu glauben, daß ebendiese Theile, diese Salze, sich von demjenigen,was sie einwickelt, abgesondert haben, daß siesich ins Wasser ausgebreitet, und indem sie zu-sammen gegangen sind, diese blaue Farbemasseausgemacht haben, die man Indig nennt, unddie beym Malen und beym Farben so nützlich ist.
Be-
Der Zndiq hat mehr die Beschaffenheit eine» Satz«rnehls. und bestehet diesem sufolge eher au« ben feinstenTheilen der Anilpflanze, die durch einen gewissen Gradder Gährung von den gröber» Theilen abgeschiedenworden.