Band 
Erster Band.
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6 Einleitung.

sind mit Gliedern, umlaufenden Säften, einen oder mehr äusse-reu Sinnen u. m. versehen. Sollte sich die Einbildungskraftwohl hier nicht eben so sehr verlieren, als in den weitläufigenHimmelsräumen? Damit aber die geringe Grösse der kleinstennicht verursachen möge, daß sie unbemerkt bleiben und vergessenwerden, so ist ihnen in der allgemeinen Haushaltung das wichtig»sie Geschäft beygeleget ^), wodurch sie sich unserer Bekanntschaftund nähern Erkanntniß gleichsam aufdringen. Uebrigens ist esin der Natur überall so eingerichtet, daß alle und jede ihr Aus-kommen nach ihrem Fleiße finden und sich desto besser befinden, jegetreuer sie ihres Berufs warten, daher Fleiß allezeit Belohnungfindet, und Nachlässigkeit ihre Strafe mit sich führet.

Diese unzähligen Heere von Thieren die unsrer Erde zugelegtsind, bedürfen Unterhalt. Sollten sie unter sich eines von dem andernleben, so würde ja der Schauplah der Natur in ein scheusliches Räu-bernest verwandelt. Dagegen sind )eht nur einige wenige Raub-thiere, welche das Aas verzehren, das Kranke und Gebrechlichewegschaffen, und verhindern müssen, daß sich keine Art über diezur allgemeinen Haushaltung gehörige Maße vermehre. Unddamit auch diese keine gar zu grosse Gewaltthätigkeit ausüben, sohat die Natur diesen Thieren viele Trägheit, mit dem Vermögenlangen Hunger auszuhalten, beygelegt, daher es geschicht, daßdie Noth sie gemeiniglich auötreiben muß. Eigentlich ist dasPflanzenreich den Thieren zum Unterhalt angeschlagen. Es fin»det sich hier gleichfalls eine Menge Seltenheiten und Verände-rungen, doch in allem Betracht sparsamer, als im Thierreiche.

Thiere sowohl, als Pflanzen, haben einen festen Boden,eine Ruhestatt nöthig. Hierzu dienet das Steinreich.

Die Oberfläche desselben ist ungemein uneben, daher nichtallein eine grössere Anzahl, sondern auch viele Arten Thiere undSewächse ihre Stelle darauf finden können, indem einige ausSergen gedeyen, andere auf Hügeln, andere auf der Ebene,

andere

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