Einleitung. 7
andere in Thalern u. s. w. Es ist nicht meine Meynung, daßdies die einzige Ursache sey, warum die Erdrinde so uneben ge-macht worden. Eben dies macht Schatten, schast Quellen O,Niederschlag hält das Wasser auf der Erde in beständigemKreislauf *) u. m. Die Absichten der Vorsehung vereinigensich in der geringsten Anzahl Mittel, welche nur möglich ist. Inder ganzen Natur unterstützet eines das andere, und alles stim-met zusammen, dasjenige zu bewerkstelligen, was zum Beständeund zur Vollkommenheit der ganzen Haushaltung erfordert wird.Die Anzahl der Bewohner träget besonders dazu vieles bey, undwir finden auch eben deswegen eine ganz sorgfältige Haushaltungin Ansehung des Raums. So sehr auch die Oberstäche durch ih-re Unebenheit vergrößert worden, so würde sie doch noch nicht zu-reichen, wenn keine Bäume den Mangel ersetzten. Ein einzi-ger Baum kann für viele tausend Pstanzen gelten, welcher nunauf der Oberfläche nicht mehr als einen oder etliche QuadratfußRaum einnimmt. Wie viele vicrfüßige Thiere, Vogel undInsecten können hier nicht Herberge und Unterhalt finden? Wiesollten dieselben wohl auf einen solchen Flecken vertheilet werdenkönnen, Sicherheit und Unterhalt zu finden. Wenn man allendurch Busch und Wald über den ganzen Erdboden gewonnenenRaum zusammen rechnet, so wird man in dieser Anstalt eine Sa-che von äusserster Wichtigkeit finden, wenn man auch die Zierdeund den andern Nutzen bey Seite setzt, welche aus diesen Lust-gärten der Natur erwachsen.
Für Thiere und Pstanzen ist es auch durchaus nothwendig,daß sie mit einer ihnen zuträglichen fleißigen Materie umgebenwurden. Dazu sind zwey Meere eingerichtet, eines von Was-ser, welches die niedrigsten Stellen auf der Erdrinde einnimmt;ein anderes von leichterer Materie, welches unter dem Namendes Luftkreises unsern Planeten aus allen Seiten umgiebk. Un-ter diese Meere sind alle lebendige Körper vertheilet, eine ganz
geringe
§. 70.
<?) §. uz.
e) §, 6L.