Band 
Erster Band.
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Einleitung.

demjenigen, welcher darauf ist, nicht gemerket, sondern nur ausder scheinbaren Bewegung der Ufer geschlossen wird. WennKörper unter einander ihren Ort verändern, so fallt solches besserin die Augen. Kleine Bäche vereinigen sich, und machen Flüs-se, daraus entstehen Ströme und grosse Flüsse, welche endlichins Meer fallen. Aber hier bleibt es nicht stehen, Pflanzen undThiere haben überall Wasser zu ihrer Nahrung nöthig /). Eswird in Dünste aufgelöset, diese gerinnen zu Wolken, wel-che im Niederschlag herabfallen, und was unterweges nicht ver-wandelt wird §), fällt aufs neue ins Meer. Ebbe und Fluch ^),Stürme -), Ströme ö), u. m. setzen das Wasser täglich in Be-wegung.

Im Luftkreise ist keine beständigere Ruhe. Der Mondmuß eben so sehr auf ihn wärken ^). Zwischen den Wendekrei-sen wehet ein unaufhörlicher Ostwind, und obgleich an andernStellen zuweilen keine Bewegung bemerkt wird, so beweisen dochdie Veränderungen der Barometer und Thermometer, daß des-wegen die Luft nicht in Ruhe ist. Ausserdem sind noch allerhandLuftzeichen überzeugende Beweise von mannigfaltigen Verände-rungen "). '

Die Erdrinde ist gleichfalls ihren Veränderungen ausgesetzt.Harte Felsen bersten Steine verwittern nach und nach, undfallen aus einander »). Einige Stellen sinken F); andere wer-den überschwemmt s); ein Theil wird erhöhet einige werdenvon Erdbeben erschüttert ^); Höhen werden weggespület ^);Thäler ausgefüllet; Moräste wachsen zu'); Seegrund wird tro-cken Land S) u. s. w.

Licht und Finsterniß, Frost und Hitze, Dürre und Nässe,wechseln täglich ab "). Ausser diesem allen bringet der unaufhör-

liehe

K §. 20Z.. 2!?. e) §. III-,,g. 68. 84- §. ISO.

r) §. 9S- k) §. >o». t) K. l;4.

m)§. 48. 49. 0) K. 146.

k>) §. 146. §, i;o. ^ §. 147.

^ §-"'48. t) §, 4>. K- >Z8- 145.

Bergni. phvs. welrbeschr. B