56 ZwoLe AbLheil. Zweytes Capitel.
Osten nach Westen darüber. Ihre Oberfläche ist nicht völlig sogroß, als Engelland und Schottland zusammen.
N. Horrebow hat diese Insel auf königlichem Befehl be-schrieben, und eine neue Charte, welche 175z in Kopenhagenherauskam, darüber verfertiget ").
An der norwegischen Küste findet man eine unzähligeMenge Inseln, wovon einige etliche Meilen lang find, aber diemeisten sind klein. Unter ihnen sind die Lofoddenö Inseln desMälstroms wegen merkwürdig, wovon mehr an seinem Orte.Ausserdem soll über eine Million Klippen sich mit ihren Spitzenviele Faden über die Wasserfläche erheben, welche daö Ansehenvon so vielen Steinpfeilern haben *).
Friesland wird auf ältern Charten als eine Insel unter6o; Grad nördlicher Breite, westlicher als Island angeführt.Die Venetianer Nils und Ant. Zini, welche im i4ten Iahrhun-derte dabey Schiffbruch litten, haben sie zuerst bekannt gemacht,und berichtet, daß sie dafelbst christliche den Grönländern ganzgleiche Einwohner angetroffen haben. Einige zweifeln jetzt anihrem Daseyn, und andre halten sie schlechtweg vor eine Erdich-tung ^). Die Sache scheint auch noch unabgemacht zu seyn, ob-gleich Frobisher sie 1576 den II Jun. auch den I Sept. gesehenzu haben berichtet -). Sie bestand aus jähen mit Schnee be-deckten Klippen, und mogte ein Vorgebürge oder eine Insel ander Küste von Grönland gewesen seyn. Sie wird grösser geschätztals England und Schottland zusammen, und von einigen West-friesland genannt.
Unter den kleinern in diesem Meere gelegenen Inseln be-suchte ehedem ein Wallfifchfänger Jean Mayen die Federin-scln, 2; an der Zahl, sind blosse Klippen, worauf etwas trag-bare Erde liegt, sie wurden zu König Harald, Härfagers Zei-ten
u) Zuverlässige Nachrichten von ^ kecmsn Ilitt. orb. terr. S.Island. >52.
-.1 pomoppidans natürliche Ge-schichte von Norwegen. TI) I>S. ia6. VoysZe au dlorä sp. II. VI.