y6 Zwote Abtheil. Drittes Capitel.
§. 25.
Unter Asien findet man verschiedene in Ansehung ihrer rech-ten Lage sehr unsichere Lander, von welchen wir nun die fürnehm-sten übersehen wollen.
Ies» ward dem Nahmen nach kurz nach der Entdeckung vonJapan bekannt. Der Kaiser Kubo Sama Joritimo soll es ngieingenommen und einen Prinzen von Matömay darüber zumStadthalter gesetzt haben. Einige Zeit nachher empöretcn sichdie Einwohner, wurden aber wieder unterworfen /). Damalsist glaublich eine ihrer Städte befestiget, und nach der KaiserlichenResidenz genannt worden, woraus eine Verwirrung entstanden.Denn einige kennen'Ieso nicht anders, als unter den NahmenMatömay; und andre halten es für eine Stadt auf einer Inselvon selbigen Nahmen. Die Portugiesen erhielten niemahls Er-laubniß daselbst zu handeln, aber ein englischer Capitain Sarisbekam i6iz dazu Freyheit, der er sich doch nicht bediente. DerPater IeremiaS de Angelis ward 1620 dahin gesandt; nach des-sen Bericht ist es gegen Osten, Süden und Westen mit Wasserumstoßen. An der westlichen Seite ist eine so schmale Erdenge,daß man die Leute auf dem Lande Tessoi sehen kann, aber derStrom gehet so heftig, daß das Wasser sehr rief hinabschiessek,und mit solcher Stärke wieder in die Höhe steigt, daß es Böteumwerfen könnte, und niemand darüber zu fahren wagt. DieEinwohner nannten das Land Ainomo.rori, und wüsten nicht, obes auch in Norden umstoßen sey. ' Er glaubte solches aber, weildie Regierung frey, und unter den Hausvätern ist. Die Wegesollen äusserst beschwerlich seyn, daher man 90 Tage bis an dasöstliche Ufer, und 6o bis an die Meerenge in Westen zu kommengebrauchte. Nach Kämpfers Bericht warb auf den IapanschenCharten eine Insel Jeso, und darüber ein eben so genanntesLand zweymahl so groß als China gezeichnet. Er glaubte doch
auch,
/) L Karle vo ix KMoire äe Isxon.