Von den wenig bekannten Ländern. 99
sen Gedanken veranlasset, baß dies Land groß und mit dem festenLande zusammenhängend sey. Nachher haben die Russen hievonUnterricht gesammelt: Um 1694 strandete ein Japaner gegen Kam-schatka. Er ward nach Moscau geführet, und auf der Reise er-hielte Strahlenberg Gelegenheit ihn zu sprechen. Er berichtetedaß das Reich Osacka (Japan) nicht weit von der südlichsten Küstevon Kamschatka läge; baß diese Entfernung mit Inseln angefülltsey, deren Einwohner, die Kuriler, in Japan Ieso oder Eso genanntwürden. Im Jahr 1710 ward ein anderer Japaner Namens Sa-nima dahin verschlagen, und 4 Jahr nachher nach Petersburg ge-führt, um nähere Aufklärung zu geben. Im Jahr 1706 gelangtendie Russen selbst so weit, daß sie die Kuriler sahen. Im Jahr1711 gingen einige Cosaken Dan. Anziphorow, Iwan Kosirewskimit mehrern, nachdem sie den Atlassow ermordet, aus, um durchUnterwerfung dieser Inseln ihr Verbrechen zu versöhnen. Aberdies glückte nur mit der ersten. Iw. Kosirewski fuhr 1712 und171z über 14 derselben, und kam bis nach Kunaschir der Nachbar,schaft Matömay. Der Cours war fast grade jn Süden gerich.kek. Ueberleget man die Umstände dieser Reife, und schätzt al-les aufs höchste, so kann der Abstand zwischen Japan und Kam-schatka doch nicht über 102 Meilen werden, welches doch nichtmehr als die Hälfte dessen ist, was die neuesten rußischen Char.ten geben. Sie sehten Oskois Vorgebürge i; Gr. östlich von Ja-pan, da doch Kosirewski sagt, der Weg gehe gegen Süden, wo-mit Strahlenbergs Charte übereinstimmt, und welches Charle-voix durch Beobachtungen zu bestätigen sucht.
Woferne man neue und sichrere Kenntnisse erworben hat,so sind sie wenigstens bisher nicht angegeben. Cap. Spangen-berg und Lieut. Walton wurden zwar in diese Gegend gesandt,aber 1738 richteten sie nichts aus. Das Jahr darauf brachen siesich früher auf, doch wurden sie gleich durch Sturm getrennet.Beyde geigen zwischen verschiedenen Inseln; beyde waren auf Ja-pan ans Land, und der erstere grade zu Matömay. Beyde.ka-
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