r6z Zwoke Abtheil. Drittes Capitel.
§. Z5.
^Unter der Höhe des Berges verstehe ich die Lange der gra-denPnie, welche von dem obersten Gipfel lothrecht auf die Mee-reöflache unter selbigem Paralielcircul Herabgehet. Es sey Li>sl'ab. I. kiZ. z.) die Meeresfläche, und ^8 falle von der Spißedes Berges lothrecht darauf, so heißet L8 die Höhe des Berges.
Die Messung solcher lothrechten Linie wird überhaupt aufzweyerley Art verrichtet, einer geometrischen, vermittelst derWafferwagungs-Instrumente, aber einer physikalischen, mitHülfe des Barometers. Es gehöret nicht hieher, diese Metho.den, besonders die erstere, weitläuftig zu erklären, welche durchdie Messung gewisser Winkel und Linien solche Gründe an dieHand giebt, das gesuchte daraus durch trigonometrische Rech-nung zu finden. Die Strahlenbrechung verursacht Hiebey einegrosse Schwürigkeit, und zwar um st vielmehr, da ste veränder«lich ist, und nicht allezeit zulasset, mit Sicherheit ihre eigentlicheGrösse zu bestimmen. Uebrigeris ist an wenigen Stellen einedienliche und zureichliche Grundlinie zu finden, wodurch die Ün-sichechek der gefundenen Höhe vermehret wird. Es wäre daherzu wünschen, eine bequemere und zuverlässigere Methode zu finden.
Der Luftkreis umgiebt unsere Erde auf allen Seiten. DieMaterie desselben, oder die Luft ist ein schwerer und elastischerKörper, welche daher von der auf derselben liegenden Last destomehr zusammen gedruckt wird, je näher sie an der Oberfläche derErde ist. Hieraus ist es denn klar, daß die Dichtigkeit, Schwe»re und Druck der Luft mehr und mehr abnehmen müsse, st weiterman von der Erde kommt, und folglich das Quecksilber, welchesju einem Barometer an der Meeresflache 25,98 Zoll stehenpflegt, nothwendig nach der Maße sinken müsse, als er in dieHöhe gebracht wird. Wüßte man nun mit Gewißheit das Ge-seh, nach welchem die Dichtigkeit der Luft abnimmt, so könnteleicht ausgerechnet werden, wie hoch der Barometer in einer st«den Höhe stehen muffe, und umgekehrt, wie groß die Höhe sey,
die