Von den Erdschichten.'
seyn. Ausserdem kann es auch da nicht auf einmal zu Stati-ve gebracht seyn , denn wenn das Maser alle diese Materien zu-gleich enthalten hätte, so mäste das schwereste zuerst, und so dasübrige nach selbigem Gesetze gesunken seyn. Nun findet manwohl fast beständig, daß die Materie in einer und eben derselbenLage nach ihrer eigentlichen Schwere liegt, aber die Lagen selbstunter einander richten sich nicht darnach. Endlich mäste auch dasWasser nicht überall einerley Beymischung gehabt haben, dadie Schichten oft in sehr geringer Entfernung einander sehr un-gleich find.
Daraus, daß das Meer dergleichen Schichten hat zu Stan-de bringen können, welche nun wirklich die Erdrinde ausmachen,folget eben nicht, daß sie nothwendig ein Nachlaß desselben sind.Indessen ist es sehr glaublich, da sonst nichts dagegen streitet;und die Schnecken, welche bey Marly-la-Ville 70, in Amster-dam wo Fuß tief, (vorhergeh. §. 2. i.) und an vielen andernStellen in ansehnlicher Tiefe gefunden worden, sammt den zer-malmten Schnecken an weit vom Meere entlegenen Orten, ver-wandeln die Wahrscheinlichkeit fast in vollkommene Gewißheit.Gewisse Unebenheiten und Austeilungen auf einigen Schichten,scheinen noch das Schütteln sichtbar darzustellen, das in der Zeitvorhanden gewesen, da sie sich gesetzt haben. Die Zeit, da die-se Erdbetten sich gesetzt haben, ist unbekannt, daher sie mitGrunde uralt genannt werden können. So viel scheinet dochsicher zu seyn, daß, wenn sie durch natürliche Ursachen hervorge-bracht sind, sie von der Art in einer Tiefe über 200 Fuß, wieman gewiß weiß, und die vielleicht vielmal grösser ist, nicht durcheine geschwinde Fluth oder Ueberschwemmung haben zu Standegebracht werden können. Wenn an einigen Orten schwarze Erdein der Tiefe gefunden wird, so scheinet solches eine Ueberschwem-mung des trockenen Landes zu bemerken.
§. 4 '.
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