192 Zwote Adtheil. Fünftes Capitel.
Pfund schwer. Endlich verdrängt der Glimmer den Quarz ganz.lieh, wird ganz mürbe und man erhält Kalkspat-Drüsen. Hier«auf wird die Stürzung geringer, der Glimmer erhält durch Kalk-zusah einen festcrn Zusammenhang, man trifft gleichwohl umschich-tig Kalk und Glimmerschichten mit Spat-Klüften in erster« undDrüsen in lehtern. DieKalkschichtcn haben allerhand Farben, dochjede nur eine, oder bekommt bloß weiffe Adern. Nach und nachwird der Glimmer verdrängt, bis man endlich graue oder grau«gelbe Kalkschichcen trifft in unzähligen ausgeheilten Spalten.Sie sind von i bis z Fuß mächtig, mit vielfältigen feinem Kalk-spatsablösungen. Sie machen steile Spihen, welche, ob siegleich auf Schiefer liegen, doch an einigen Stellen in derselbenHöhe stehen geblieben sind. (Fig. ;.) Die kleinste Stürzung ist25 Gr. die höchste zc>Gr. Die Blöffe der Berge und Tiefe der Tha-ler giebt übersiüßige Gelegenheit zu dergleichen Untersuchungen.
Die Fahrt über das apenninsche Gebürge zwischen Florenzund Bologna zeiget die Stürzung der Schichten von Südost nachNordwest. Es zeiget sich kein Schiffer, ausser am Strande,wo er Erzgänge enthält und zu Tage ausgeht. Die Bergart derInsel Elba, worauf dieser Schiffer liegt besteht aus Granit mitgrossen Eisenerzdrummen. Von eben der Eigenschaft und Lagefindet man einen Berg bey Massa di Maremma. Am Fusseoder auf kleinern Bergen an der Seite von Florenz trifftman Glimmerstein in dicken Schichten mit eingepackten gewun-denen Klumpen von selbiger Art, erdharzigte Steinfliesen,nebst Drüsen und ganzen Schichten Mergel mit mehr oder we-nigen Glimmer gemischt, alle in selbiger Stürzung. DieAufsahung über einander gehet hier eben so fort wie auf denAlpen, Kalkschichten in grosser Anzahl, aber stufenweise abge-brochen, so daß sie keine Gipfel machen können, die zum be-ständigen Schnee hoch genug sind. Die erste Auffahrt ist steil,aber nachher neigt es sich einige Meilen unmerklich. Anfangssiehet man Kalkwände an beyden Seiten, aber er verschwindet
endlich