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Erster Band.
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Von den Erdschichten. 19?

An einigen Orten ist die ganze Oberfläche der Schicht nich?in derselbigen Flache, sondern gebrochen, und solches oft verschie-denemal. Die Steinkohlenbetten streichen zuweilen mit derOberfläche parallel fort, so daß wenn am Tage eine Höhe vor-kommt, sie sich darnach beugen ^). Fast alle mögliche Verände-rungen zeigen sich an dem See der 4 Waldstädke in einer Berg-.kette von einigen Meilen. Es ist merkwürdig, daß man keineeinzige Schichte darin wagerecht findet, ob sie es gleich auf demFelde umher alle sind, sondern meist stehend; sonst kommen hieralle Neigungen vor, und die Brechungen sind bald in Bogen,bald wie Gewölbe, Wellen oder Zikzak, machen mit einer einzi-gen Beugung ein Thal auf Ammon, wo ein Dorf selbigen Nah-mens liegt; jedoch obgleich hier und an andern Stellen grosse Un-gleichheit vorkömmt, so sind die Schichten doch allenthalben pa-rallel 2). Damit die angeführten Umstände von Beschaffenheitder Berge auf einmal übersehen werden mögen, wird hier ein nä-herer Unterricht von dem Alpen und apenninischen Gebürge ange-hänget. Die Alpen sind überall flötzig mit einem grossem odergeringern Fall, sie gehen von Osten nach Westen mit einer Abwei-chung zuweilen nach Norden zuweilen nach Süden. Da wo man,an der italiänischen Seite hinauf steigt, hat man die Kanten derSchichten vor sich, man findet, daß die untern Schichten weni-ger ins Gebürge hinab gestürzt-sind, und aus fetten weiften Quarzmit mehr oder wenigen Glimmer von allen Farben meist schiefrigt,doch auch oft gewunden bestehen. In diesen Schichten findetman den Quarz zu allerhand Mächtigkeit mit Crystallen, Erzenu. m. drum-und gangweift. Je höher man kommt, desto mehrstürzen die Schichten, der Glimmer nimmt in ihnen zu und er-hält den Nahmen von Schiefer. Der Nosso, Viso u./m. derhöchsten Berggipfel bestehen aus dergleichen, und oben auf densel-ben findet man in Drummer; und Gängen Crystalle einige ioo

Pfund

manche andere artige Anmerkungen mitzutheilen. TriewalS Wis-

sensch. Acad. Haiidl. r) Scheuch;^ a. D.