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Erster Band.
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iy4 Zwoke Abtheil. Fünftes Capitel.

§. 48»

Gänge sind von mamiichfaltigcr Beschaffenheit. Vorsehtsehen wir sie nur als zugeheilte Spalten an, und es sollen bey ih-nen eben die Umstände in Erwägung gezogen werden, welche imvorhergehenden von andern Betten betrachtet worden.

Die Materie, welche sie ausfüllet, «stricht allein Quarz,Glimmer und Spat, sondern auch Asbest, Amiant, Kalk,Hornfelsstein, Talk, Felskiesel, Agat, Sandstein, Flußspat,Gips, Eisenbinde, Trapp, und mit einem Worte, nicht alleinArten, welche einen Berg ausmachen, grauen Felsstein ausge-nommen, sondern auch fast alle übrige Einwohner des Stein-

oder wenigstens die niedrigsten Hügelbestehe» durch und durch aus Sand-stein als bey Lutry, dem Genfersee,Lausanne, dem Wege über den BergJura durch ganz Freybnrg, dem öst-lichen Ufer des Neuburgersees, demganzen nidauischeu Districr, der Ge-gend um Bern bis zu den äusserstenHügeln von Thorsberg. DieserStein ist um Bern am besten, hieund da blänlicht, sonst weich und un-tauglich, am härtesten in dem Bergebey Aigle. Diese ganze Streckegiebt Herr Guettard für Schieferaus. Um Chavernay und Berntrifft man darin Bergöl. Jurabergbestehet aus einem sehr harken gelb-lichten Stein, der keine Politur an-nimmt, und mergeiartig genanntwerden kann. Zuweilen ist er bläu-licht mit Versteinerungen gefüllt, alsbey Mandach. In den Hügeln indieser Gegend findet man Phosphore-scirenden Selenik, man trifft darinauch Crystalle aber unordentlich, undEisenerz in Kvrteln, welche von ih-rer Figur Bohnen genannt werden.Kiesel ist selten. Näher nach denAlpen fallen härtere Arten. Ostvielfarbigrer Marmor mit Petrifica-ten von Qnarzadern durchgesetzt,doch kann hieven nichts allgemein ay-

reichs.

gegeben werden. Um den Genferseeherrscht der Kiesel. Zwischen Rockeund Jvoine streicht eine röthlicheSandsteinader selbst mitten durch denMarmor. An der andern Seite desFlusses Grandau hat Gips die O«berhand. Innerhalb der Etde fallttheilSglimmerhafter Sandstein, theilsharter Mergel, durch welchen salzesWasser seigr. In dem Berge beyTaveyanna; ist sehr harter dunklerSandstein, und an derselben Seitedes Flusses Avancon fängt Schieferan- Der oberste Theil der Alpensoll theils aus Schiefer bestehen, theilsaus Granit, in dessen Nachbarschaftauch Marmor und Alabaster eintritt.Die Alpen haben auch Erze. Goldführen viele Flüsse; Silber trifftman gleichfalls um den jähen BergSemproniuS in gelben und röthli«chcn Thon, und wird mit Vortheilansgeschmolzen; Quecksilber wirdausgewaschen; Kupfer wird aus densüdlichen Alpen gewonnen; Eisen isthäufig und wird in Binnenthal undHastiihal ausgcschmolzen; Bley wirdbey Mvrele und Laulerbrnn gefun-den; Dergcrystall bekommt man imWaüiserland und den bernschen Al-pen. S. Götting. Anz. i?6p.