Von den Erdschichten.' 195
reichs. Erze finden sich wohl in Stockwerken, das ifi unter denBergarten selbst in grossen Klumpen, man findet sie auch zuwei-len den ganzen Berg ausmachen, als die Kermikwara-undLousowaraberge in Pitheo Lappmark, welche nur durch ein klei.nes Thal unterschieden sind, und überall aus lauter Eisenerz beste-hen ö); aber ihr gewöhnlicher Geburtsort ist in Gangen, woselbstdie Metalle zuweilen vollkommen und frey von fremder Beymi-schung gefunden, und dann gediegen genannt werden, zum Un-terschiede der mineralisirten, welche von Schwefel so aufgelösetund verändert sind, daß sie nicht durch Säuren davon geschiedenwerden können. Die unedlen können auch in Kalkform vorkom-men, mehr oder weniger mit fremden Materien vermischt.
Gold findet man mehrentheils gediegen in Platten, Zacke«und Körnern, Zweigen, Blättern, rautförmigen, achtseitigenoder pyramidalischen Crystallen. Es hält sich gemeiniglich zumQuarz, man trifft es auch imKalkberge bey Adelfors im AdolphFriedrichs Schacht, und in Bastnäs Grube bey Rittershüttein Hornblende. Unter den europäischen sind die ungarische»Goldgruben, und danächst die salzburgischerr die reichsten.Norden ist doch von diesem edelsten Metalle nicht ganz leer.Adelfors in Smoland hat von!74l bis jehk über loooo Duca-ten gegeben, und Norwegen hak auch überzeugende Anleitun-gen c). Zln den grösser« und wärmcrn Welttheilen ist dazumehr Zugang, woselbst es an vielen Steffen in Seifenwerk, wiees der Bergmann nennet, angetroffen wird, oder von irgend ei-nem Flusse zusammen gefpülek, und mit losern Materien ver-mengt. So soll es bey Akim, auf der Küste Guinea, vor-kommen, woselbst eine Person an io Unzen im Tage sammlenkann ^). Das Wasser, welches überdie Goldader läuft, schlepptoft losgeriebene Thcilchen mit sich fort. Solche goldführende
Bb 2 Flüsse
S) Tilas Mineralhist. S- 79- c) Pontoppi-gn «. D. lom, l. G.»9;-,s6. Römer a. D.