siL Zwöte AbLheil. Fünftes Capitel.
«erden sie nach den Himmelsstrichen unterschieden, neigen sie sichaber, so nennet man die obere das Dach, oder das Hangende,Und die untere das liegende. Ist der Boden fast wagerecht, soerhält er den Nahmen Sohle.
§. 50.
Die Ordnung der Materien, welche einen Gang ausfüllen,ist einer grossen Verschiedenheit unterworfen. Was zunächst ander Berg-oder Felöart siht, heißt bey den Bergleuten Salbandoder abgelöseter Salband (Slappfkjdlar) und bestehet oft ausThonarten, Bergflachs, Talk, losen Glimmer oder Spat.Sind keine Salbande, so sagt man, das Erz ist angewachsen.Gelöset heißt dasjenige, was an den Seiten nicht angewachsen.
Selten füllet das Erz den ganzen Raum zwischen beyden Sal«bändern, sondern es kommen noch erst andere gefolgartige Mate.rien, welche man den Gangstein nennen könnte, und sind nachden ungleichen Erzen verschieden. Die Mutter selbst darin dasErz feste siht heißet die Gangart. Einige Exempel sollen zurProbe angeführet werden. Bey den östlichen oder alten Hälle«forSgruben ist die Felsart weißer Kalk, darin neiget sich ein don.lägiger Gang gegen Norden, welcher zuoberst Bleyglanz in Kalkführet, darunter schwarzer Felskiesel und darunter Eisenerz.(biZ. 6.) *). InBerby-Erzfelde (Aetwidabergs Bergwerk undGreby Kirchspiel in Ostgokhland) ist das Kupfererz in rothem ganzerzfreyen Felskiesel, welches hier die Gangart ausmacht, eingebet-tet. In den Bondegruben ist dieiFelsart rother Granit, aber inCatharinabergSjKupfergruben ein glimmeriger Quarzgestein. Zu-weilen streichen Klüfte querüber den Hauptgang, und führen ganzverschiedene Materien. In Normarks Eisenfeld und BrattforsGrube bey Philippsiadt ist die Felsart Kalkstein. Die Klüftehaben hier Salband von Topfstein mit Eisenerz gemengt, worinblausilberhaltiger Thon sitzt, und danächst grauer Thon.
Zuwek-
x) Hr. Bar. -Hermelin ist so gü- dene andere Anmerkungen mitzuchei,tig gewesen, mir diese und verschie- len.