262 Zwote Ablheil. Sechstes Capitel.
Die meisten versteinerten Früchte sind unächt. Nüsse undEicheln findet nttm doch in Steinkohlbrüchen mehr oder wenigerverändert. Ein Cederzapfen von Stein ist in den piemontesischenBergen in einer Sandhöhe gefunden worden; ein Tannenzapfenvon Kies bey Wien im Thon *) eine Maisähre, Walnüsse^);Mandeln, Melonen vom Libanon *) u, m. werden von Natur«kundigen erwähnet.
§. 6z.
Schließlich sind bey den Versteinerungen noch folgende Um«stände zu bemerken. Ob sie gleich an einigen Stellen auö einereinzigen Art bestehen können, welche wenigstens die übrigen ander Menge so sehr übertrifft, daß sie fast nur einzeln zu seyn schei-nen, als Austern, Secygelzacken u. m. an einigen Stellen, beyOsnabrück und Oppenheim die Turbiniten u. s. w. so sind doch ge-meiniglich viele Arten vermengt, wobey Kenner gleichwohl vonverschiedenen Arten so sicher sind, daß sie mit einander im Gefol-ge sind, daß wenn die eine erscheint, sie ziemlich sicher auf dieGegenwart der andern schließen, und auch bey genauern Nachsu-che^ finden "). Es ist zwar selten, daß man kleine Seethieremit grossen vermengt findet, gleichwohl geschiehet es zuweilen.So trifft man Walfischknochen mit Schnecken zusammen beyMontpellier ausser dergleichen vorher angeführten Proben.Noch seltener trifft man sie mit Landthieren zusammen , indessenzeigen doch die Vogelnibben im Schiser u. m. daß es zuweilen
geschie-
v) Ouettarä dckem. ste ^csä. äeksris 1759. 176;.
Oavila Lat, ch> Lab. lad. 8.Ein versteinerter Walnußkern soll1'ab. 7. zeigen, er soll in krsncfic-Lomte ;v Faden tief in einer Salz-grube vor 150 Jahren gefunden seyn.
r) Jusii erzählet, daß er eine ver-steinerte Mandel gehabt, und inWien eine Melone von Stein gese-hen.
a) Herr Rotielle der ältere 'hatdiesen Umstand zuerst angemerkt.
L) Herr Justier,.
5) In Herrn Davilas Samm«lung fand sich ein erhabener halb of-fener Vögelschnabel 14LM. lang, undwo er am dicksten war, 5 Llm breit.Siehe < 7 atal. äu Lab. 1 ". Igy ^
Er saß in Schiser von Nemlingen.