Von Versteinerungen. 26z
geschiehet. Im Butter berge bey Harzburg trifft man sie in K alkZusammen mitHolz und Schwämme in Feuersteine verwandelt ^).Ausserdem ist eö keinesweges nothwendig, daß die Versteinerun-gen von einerley Art als Betten darin liegen ^), denn man findetkiesel-und kiesartige in Kalk u. s. w. Entomoliten sind seltenspatig.
In Ansehung der Lage kann es keinesweges für allgemeinrichtig angenommen werden, daß vegetabilische Abdrücke am tief-sten liegen, darüber versteinert Holz, dann Ichtyoliten und Zooli-ten, und zuoberst Schalthiere fi). Wir haben eben vorher siean einerley Stelle vermengt gefunden. Die bisher ausgegrabe«nen Knochen sind selten in grosser Tiefe angetroffen, sondern ge-meiniglich wenige Fuß unter der Dammerde e) eben so wie ver-schiedenes versteinertes Holz ^). Bey Chaumont liegt eineMenge Abdrücke von Gewachsen in sehr geringer Tiefe, und aller-hand versteinerte Thiere in der Erde daneben I.
Was die Fische betrifft, so ist hier zu bemerken, daß sie zwi-schen Schiferlagern angetroffen werden, und gemeiniglich dieFischreste oben, und ihre ausgeholeten Abdrücke unten sitzen.Die meisten liegen auf dem Rücken, eine geringere Anzahl aufeiner der Seiten und noch weniger auf dem Bauche mehrrntheilsin einer jage, welche einen gewaltsamen Tod bemerket. DieCrystalfeuchtigkeit ist gewöhnlich weiß, die Seitenlinien erschei-nen deutlich. Durch die Abschleifung kommen oft Knochen zumVorschein, welche weiß sind, diese zeigen sich auch, wenn dieDurchschnitte vermodern, das was Schuppen zu seyn scheinet, istnichts anders als Fleischfiebernschnitte, denn das Ansehen ändertM beym Schleifen nicht, sondern gleicht grade gekochten abge-schuppeten Fischen. Das, was vom Fisch übrig geblieben, machtnicht den zwanzigsten Theil von der Grösse des Lebenden aus, da-
her
ck) t^incr, Lei. I. diesen Satz. Er meldet, daß er Ab-
r) Herr Lertrand hegt diese drücke von Gewächsen in 1440 FnßMeynung. lvthrechter Tiefe gefunden habe.
/) Dergrath Lehman« drang auf K. §, ür, 6-. ,) §. 61.