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Das Pferd wird immer eines der nützlichsten und wichtigstenHaustliiere bleiben unerachtet aller neuen Erfindungen, allerEisenbahnen, Dampf-, atmosphärischen und electro-magnetischenKräfte, durch welche der erfinderische Menschengeist Massen fort-zubewegen und die Communication zu beschleunigen, zu erleichternund zu vermehren trachtet. Man wird für die Art der Thätigkeit eineslebenden Wesens, wie das edle, muthige, herrliche Ross, schwerlicheinen völligen Ersatz, eine Maschine oder ein Luftschiff erfinden,man wird daher in Zukunft nur noch mehr auf schöne, edle Pferdehalten und derselben zum Luxus und zum Vergnügen eben so wenig,als zum Ackerbau, zum Kriegsdienst und selbst zum schweren Zugentbehren wollen und können. Denn nicht überall kann man aufEisenbahnen und auf Dampfschiffen fahren; zum Vergnügen möchteman es überdem nicht immer tliun wollen: die Verbindung zwi-schen Flüssen und Eisenbahnen wird stets durch Pferdekräflc ver-mittelt werden. Das Pferd wird stets unentbehrlich bleiben, seineZucht fort und fort betrieben, sein Werth nur noch vermehrt undseine Vorzüge, seine Leistungen erhöhet, das herrlichste Thierder Schöpfung durch menschliche Sorgfalt, durch vermehrte Kennl-niss veredelt und immer nützlicher gemacht werden.
Dass diess von Regierungen wie von Privaten erkannt wird,dafür sprechen die Thatsachen. Schon in früheren Zeiten geschahin manchen Ländern viel für eine verbesserte Pferdezucht, hieund da verfuhr man zwar nach irrigen Principien, hie und daerlosch auch der anfängliche Eifer; Privaten besassen die nölhigenMittel nicht und fanden keine Unterstützung von Seiten der Re-gierung, und die Regenten selbst fanden entweder kein Vergnügenan der Pferdezucht, oder sahen den Nutzen derselben nicht ein,oder fanden sich wohl auch verhindert sie zu befördern. FalscheZüchtungssysleme, die leidige Mode, Unkonnlniss und Vorurlheile,