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morastige und zu üppige Landstriche eignen sich nicht zur Zuchtdes orientalischen Pferdes, welches reine Luft, wenig, aber nahr-haftes und gesundes Futter, trockene Waiden und Bergkräuter zuseinem Gedeihen verlangt, aber bei weitem nicht die Pflege, dieMühe und die Futtermassen fordert, wie das englische Pferd.
Zum Ziehen ist das leichte, flüchtige, muskel- und sehnen-kräftige orientalische Pferd zwar nicht geeignet, obwohl man zuleichterm Fuhrwerk sich desselben ebenfalls füglich bedienen kann,wie man an den herrlichen Droschkenpferden arabischer Race imköniglich württembergischen Leibstallc ersieht — man verlangtjedoch im menschlichen Leben, zum Vergnügen sowohl als zumGebrauch und insbesondere für die leichte Cavallerie auch Reit-pferde, leichte, bequeme, schnelle, ausdauernde, fromme und ge-lehrige Thiere von einem ansprechenden Aeusseren; und diesenAnsprüchen, wie noch vielen anderen, die man mit Billigkeit stellendarf, entspricht das orientalische Pferd, zumal das edelste unterdenselben, das arabische, vollkommen. Sollte Jemand englischesVollblut, die hohen, unbequemen, nur auf Ebenen zu gebrau-chenden Wettrenner, die der Mängel so viele haben und ausserauf der Rennbahn und zur Zucht zu keinem practischen Dienst zugebrauchen und in Wahrheit nur ein nothwendiges Uebel sind ■—dem gewandten, bequemen und gelehrigen arabischen Pferde vor-ziehen, dem ausdauernden, genügsamen und doch kräftigen Thieremit seinem Seidenhaar und seinen feurigen, klugen Augen, — demüberlasse ich gern seine Wahl und seinen Geschmack und rechtenicht mit ihm über die Vorzüge auf dieser oder jener Seite.
Das orientalische (arabische) Pferd ist allerdings, zumal nachden Begriffen der herrschenden Mode, klein, seine Knochen, seineMuskeln und Sehnen sind dagegen wie von Eisen und Stahl, seine