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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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Ausdauer kaum glaublich, seine Kräfte überraschend und seineSchnelligkeit im Yerhältniss zu seiner Grösse ausserordentlich. DieErfahrung hat auch gelehrt, dass man durch Pflege, Futter und ein-sichtsvolle Paarung die Grösse des orientalischen Rosses bedeutendvermehren könne, wenn nicht in der ersten, so doch in den folgendenGenerationen. Die Erfahrung hat überdem gelehrt, dass arabischeHengste mit ganz- oder halbedlen Stuten eine sehr stattliche Nach-kommenschaft gezeugt haben, wie denn viele englische Hippologenneuerdings in Vorschlag bringen, man solle zur Hebung und Ver-edlung der englischen Jagdpferde, die auch nicht mehr auf derHöhe stehen wie vordem, oder an die man die Ansprüche neuer-dings steigert, orientalisches Blut anwenden. *) t

Um einen grösseren, kräftigeren, für unseren Gebrauch undunseren Geschmack geeigneteren Schlag arabischer Pferde zu züch-ten es kann hier nur die Rede von einer arabischen Reinzuchtsein, denn bei der Kreuzung arabischer Hengste mit unseren Stutenfallen die Fohlen bereits sehr ansehnlich aus wähle man mög-lichst grosse Hengste wie Stuten, gebe letzteren, besonders solange sie die Fohlen säugen (und man entwöhne dieselben nichtzu bald), reichliches und nahrhaftes Futter, ziehe die Nachkom-menschaft mit Sorgfalt und gleichfalls mit gutem und nahr-haftem Futter auf, und man wird, wenn man in Schranken bleibtund das Gute nicht übertreibt, schon in der dritten Generation dieGrösse der Nachzucht um mehrere Zolle vermehrt haben. Fürdiese Behauptung liefert das Privatgestüt des Königes von Wiirt-

Wenn ich überhaupt von der orientalischen Race rede, meine ich inSonderheit die arabische, da alle die besseren orientalischen Racen von dieserabstammen und dieselbe, so weit unsere Kenntniss reicht, die bei weitemvorzüglichste und im Orient seihst am meisten geschützt ist.