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temberg einen bündigen Beweis; der Typus des arabischen Rossesist und bleibt jedoch immer unter Mittelgrösse, aber Pferdevon dieser Grösse halten es dennoch mit den grössten aus,nicht allein was Dauer und Schnelligkeit, sondern auch was Feuerund Kraft betrilft. Ich habe im Orient zu unzähligen Malen kleinePferde unter schweren, völlig bewaffneten und noch mit Proviantund Fourage belasteten Reitern gesehn, wie dieselben ohne Rastauf sehr beschwerlichem Terrain und bei der drückendsten Hitzeviele Stunden zurückgelegt, oft vom Morgen bis zum Abend insteter Activitäl gewesen und immer noch brauchbar, willig undselbst muthig waren. Ich glaube nicht, dass ein englisches Jagd-pferd, geschweige denn ein Vollblutpferd, Aehnliches hätte leistenund ertragen können.
Wenn ich es nun unternehme, im Folgenden eine Beschrei-bung des orientalischen Pferdes zu liefern, wie dasselbe in seinemValerlande gefunden und wie es bei uns in Deutschland undüberhaupt in unserem Erdtheile fortgepflanzt wird, eine Beschrei-bung, wie sie mir eigene Erfahrung und der Augenschein gegeben,ohne mich zu sehr auf Autoritäten und andere Schriftsteller, zustützen, die denselben Gegenstand behandelt haben, so bitte ichdie strengen Hippologen und die Anglomanen insbesondere umNachsicht und mildes Urtheil. Ich wollte nicht für sie, sondernfür ein grösseres Publikum, für die Pferdeliebhaber im Allge-meinen ein Werk über orientalische Pferde und eine detaillirtereBeschreibung des königlich wiirttembergischen Privatgestüts geben,dessen genaue Besichtigung, wie Kenntnissnahme von Allem, wasauf dasselbe Bezug hat und wissenswerth ist, mir von hoher Seitegestattet worden. Eine trefflichere Anstalt, ein grösseres Gestütvon rein orientalischem Blut als das genannte hätte ich in Europa