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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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Andere stellen sogar drei ursprüngliche Pferderacen auf: diearabische, die persische, bucharische oder kleinasiatische, unddrittens die scylhische oder mongolische. Diese Hypothesen sindzwar sehr kühn, irgend ein überzeugender Beweisgrund für die-selben kann jedoch nicht beigebracht werden. Denn die Ver-schiedenheit unter der grossen Anzahl von einander abweichenderPferdearten bietet keinen solchen, die Anatomie zeigt bei allendieselbe Bauart, dieselben Organe, dieselben Eigen thümlichkeiten;die äussere Form, Grösse, Farbe, Haar, die Abweichung ein-zelner Theile, z. B. des Kopfes, Halses, Leihes und der Füsse,wie auch des Temperaments und der Leistungsfähigkeiten, recht-fertigen immer noch nicht die Annahme von verschiedenen ur-sprünglichen Racen. Clima , Pflege, Futter und vieles Anderemehr sind die Ursachen von diesen Abweichungen, wie wir solchesbei vielen Thicrarten und selbst bei den Menschen von ein undderselben Race finden. Ueberdem begatten sich alle Pferdeartenunter einander und die Nachkommenschaft ist wieder fortpflan-zungsfähig, ein Beweis, dass alle Pferdearten zu derselben Speciesgehören.

Zur Zeit der Könige Saul und David wurden die Pferdebereits im Kriege, theilweise zum Reiten, theilweise zum Ziehender Streitwagen benutzt, doch, scheint ihre Verwendung noch ingeringer Zahl und von Seiten der Israeliten gegen deren anReiterei überlegene Feinde nicht glücklich gewesen zu sein.Unter dem prachtliebenden Salomo ward die Zahl der Pferdedurch Einführungen aus Aegypten , nicht aus Arabien, aus wel-chem der reiche König edle Metalle, Weihrauch u. A. m. holenliess, und durch Nachzucht bedeutend vermehrt, wie zugleichauch die bis dahin sehr unbedeutende Reiterei. Salomo soll4000 Ställe für Pferde und 12,000 Reiter gehabt haben. Noch

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