heute behauptet ein Araberstamm, seine edle Pferderace stammeaus Salomo’s Gestüten.
Aus den ältesten Zeilen der Griechen, von denen Nachrichtenauf uns gekommen sind, erfährt man, dass die Griechen sich bereitsim trojanischen Kriege der Pferde bedient haben; jedoch wenigerzum Reiten, als zur Bespannung der Streitwagen, obwohl auchausgezeichnete Reiter namhaft gemacht werden, z. B. Automedon,der Gefährte des Achilles. Strabo sagt dagegen, die Armenierund Perser hätten zuerst das Reiten geübt, und Herodot nenntwiederum in dieser Beziehung die Aethiopier. Derselbe Autorspricht von den persischen Pferden als den kräftigsten, schönstenund schnellsten damaliger Zeit, und fügt bei, dass ihre Zucht inPersien sorgfältig und mit grossem Gewinn betrieben werde.Auch Xenophon , der berühmte atheniensische Feldherr und Ge-schichtschreiber, theilt uns Manches über die Pferde seiner Zeitmit und deutet die Ansprüche an, die er. an ein vollkommenesKriegspferd macht. Nach Griechenland soll das Pferd von Aegypten und Phönizien eingeführl sein; die thessalischen Rosse zeichnetensich besonders aus.
Yon den Griechen kam das Pferd und die Reitkunst zu denRömern, die sich bald in letzterer vervollkommneten und diePferde desshalb schätzten und vermehrten; sicher sahen sie auchden grossen Nutzen derselben zu Zwecken des Krieges bald ein.Wir erfahren aus römischen Schriftstellern, wie sehr die Römerdie edlen Rosse liebten und ehrten, wie oft sie in jener Vor-liebe sogar ausschweiften. Caligula und gleich diesem eben sowollüstigen als grausamen Kaiser, trieben viele Andere nachseinem Yorbilde sogar abgöttische Verehrung mit ihren Lieb-lingspferden ; jener Kaiser liess einem derselben einen marmor-nen Palast bauen, in goldenen Gefässen das Futter reichen und