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aber den stolzesten, leichtesten Gang, sind feurig und schnell,beweisen viel Ausdauer und Muth, ihr Schritt ist kurz, ihre Haupt-gangart hält die Mitte zwischen Trab und Galopp. Ihr Kopf, derHals, das Kreuz sind herrlich und makellos.“ Diese Beschreibungpasst grossentheils noch auf die Pferde des heutigen Persiens , vor-nemlich auf die im Innern des Landes befindlichen Arien; an denGrenzen hat man die Landesracen sehr häufig mit fremden gekreuzt,was die Perser überhaupt von jeher thaten, und wohl nicht immerzum Vortheil der inländischen Race. Erst als das persische Reichunter arabische Herrschaft kam (636), brachte die Paarung ara-bischer Hengste mit persischen Stuten wirklichen Nutzen, arabischePferde wurden von jener Zeit an den persischen vorgezogen,obwohl diese an Schönheit jenen nicht nachstanden, sogar imDurchschnitt etwas höher standen, als erstere. Das arabischeRoss bcsass dagegen mehr Dauer, reineres Blut, mehr Fügsamkeitund Anhänglichkeit an den Menschen.
Das grosse persische Reich besass in seinen verschiedenenProvinzen verschiedene Pferdearten, wozu noch die Neigung derZüchter kam, mit fremden Racen die ihrigen zu kreuzen. Einevorzügliche Pferdezucht ward in der grossen Provinz Irak -Ad-scliemi, dem alten Medien, betrieben. Die hier gezogenen Thierezeichneten sich durch Grösse, eine Folge der Fruchtbarkeit desLandes, durch stolze Haltung und Ebenmaass in ihrem Baue aus.In dieser Provinz liegen die grossen nicäischcn Ebenen, welchevon den persischen Königen ausschliesslich zur Pferdezucht be-nutzt wurden. Aeltere Schriftsteller berichten, dass auf den nicäi-schen Gefilden 150 bis 160,000 Pferde, darunter 50,000 Zucht-stuten gehalten worden wären. Unbestritten war dieses das grössteGestüt alter wie neuer Zeit. Angeführt wird noch, dass die Thieresämnitlich aus Schimmeln und Isabellen bestanden. Noch jetzt