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sehen sie in dieser Hinsicht übertreffen), stark und leicht zu bän-digen. Sie zeichnen sich durch ein glänzendes, seidenartiges Haaraus, das Kennzeichen einer edlen Race. — Es wurden in Persien und den angrenzenden Provinzen von jeher viele Pferde gezüchtet;vor Zeiten jedoch noch mehr, als gegenwärtig. Der Preis für ge-wöhnliche Thiere ist nicht bedeutend, für solche, wie sie jährlich zuTausenden nach Indien und der Türkei geführt werden, ohngefähr40 Ducalen das Stück. Sehr hoch dagegen ist der Preis fürschöne, hochedle Thiere, er steigt bei solchen auf 2 — 5000Gulden. Ueberhaupt darf man nicht glauben, dass gute und edlePferde im Orient wohlfeil seien; man muss sie enorm bezahlenund froh sein, wenn man etwas Tüchtiges feil findet. —
In den türkischen Provinzen Syrien , Mesopotamien ,Palästina und Irak -Arabi hält man verschiedene Racen vonPferden, die man theils kreuzt, neuerdings vorzugsweise mit arabi-schen Hengsten, theils unter sich fortzüchtet. Man schätzt nächstden arabischen Pferden die syrischen, kurdischen und turkomanischenam meisten. Die arabische Race wird in den genannten Ländernvon wandernden Beduinen gehalten und gezüchtet, die mit Sorg-falt auf Reinheit des Blutes bei ihren Thieren sehen und dem-zufolge etwas Ausgezeichnetes produciren. Dasselbe, was überdie genannten türkischen Provinzen bezüglich der Pferde gesagtist, gilt von andern Ländern des östlichen Asiens , von Natolien,Armenien , Karamanien u. s. w., wo man brauchbare Pferde erzeugtund sich zur Veredlung der inländischen Racen lurkomanischer,kurdischer und wo möglich arabischer Hengste bedient.
In Turkomanien (dem südlichen Theile der Tartarei zwi-schen dem caspischen Meere und dem Aralsee) züchtet manvon Alters her einen berühmten Pferdeschlag. Die Turkomanenziehen mit ihren Heerden von einem Orte zum andern, und trei—