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ben neben der Viehzucht grossartige Räuberei, wobei ihnen ihreausdauernden, gewandten Pferde trefflich zu Statten kommen. Ueber-dem treiben sie mit denselben, da sie von den Nachbarvölkern wievon entfernteren, den Türken, Persern u. a. in. sehr gesucht wer-den, einen beträchtlichen Handel und legen sich um so eifrigerauf die Pferdezucht, in welcher ihr Hauplreichthum besteht. DerSchlag im nördlichen Turkomanien ist kleiner, als im südlichen,dabei gedrungen, mit schönem Kopfe, festen Knochen und Hufen.Im Süden und Westen sind die Pferde grösser, gestreckter undschöner, die vorzüglichste Race heisst Jainutska, die hoch geehrt undvon dem Turkomanen gleich den Gliedern seiner eignen Familiegeliebt und gepflegt wird. Die turkomanischen Pferde, nemlich dievon der grösseren Art, wohl zu unterscheiden von einer kleineren,den Jabuts, kleine, ausdauernde Klepper — erreichen eine Höhevon 15—16 Faust und zeichnen sich durch ihre unglaubliche Aus-dauer aus. Zu einem bevorstehenden Streif- oder Raubzuge wer-den sie vollständig trainirt, an Entbehrungen gewöhnt und danebenden grössten Anstrengungen unterworfen: diejenigen Thiere, welchedie harte Probe bestehen, werden zu dem auszuführenden Handstreichegewählt und müssen oft in einem Tage 20-—30 deutsche Meilenzurückregen. Es ist Thatsache, dass ein Haufe Turkomanen, dersich bis vor die Thorc Ispahan's auf die Schnelligkeit seiner Pferdevertrauend wagte, in 11 Tagen 198 deutsche Meilen zurücklegte!Und dabei müssen die unermüdlichen Thiere noch ihre verdur-stenden Reiter mit ihrem Rlule erfrischen, zu welchem Zweckeman ihnen zur Ader lässt, eine Operation, welche ihnen nicht nurkeinen Nachtheil bringen, sondern sie noch erfrischen und stärken soll.
Wollte Jemand, dem die arabischen und anderen Pferde desMorgenlandes zu klein und zu fein sind, zur Züchtung eines grös-seren, kräftigeren Schlages sich orientalischen Blutes bedienen, so