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nördlichen Afrika . Man darf wohl annelnnen, dass das Pferd vonAsien nach Afrika verpflanzt wurde, dass diess in frühesten Zeitenbesonders nach Aegypten geschah, von wo aus, wie von dennächsten asiatischen Ländern, später das edlere Pferd weiter ver-breitet ward ‘nach Lybien, Nubien , Dongola u. s. w. Andersverhält es sich mit den nordafrikanischen Küstenländern, die vonjeher eine gute Landesrace besassen, welche jedoch durch dasEindringen der siegreichen Araber im siebenten Jahrhundertnoch mehr veredelt ward. Die Araber liebten ihre Pferde überAlles und trachteten darnach, ihre trefflichen Racen in allen denLändern einzuführen, die sie sich unterwarfen. Durch Reinzuchtwar diess nicht so leicht und so bald zu vollführen, sie kreuztendesshalb ihre ausgezeichneten Hengste mit den Stuten der ver-schiedenen Länder, die sie eroberten.
Dies geschah auch in Aegypten , wo, wie wir gesehnhaben, die Pferdezucht im Allerthume vorzugsweise und zuerstblühte, später jedoch durch die mannigfachen Schicksale, welchejenes Land erfuhr, sehr verlor. In der letzten Zeit wird dieselbesogar unverantwortlich vernachlässigt, woran unaufhörliche Kriege,der Wechsel der Herrschaft, Tyrannei, und Unterdrückung, derungesicherte Besitz und die Indolenz der Bewohner die Schuldtragen. Man muss bei den ägyptischen Pferden zwei Racen strengunterscheiden, diejenige, die von den Beduinen der ägyptischenWüsten gezogen wird, und dem arabischen Schlage fast gleichkommt, wie sic denn von denselben auch abstammt, und eineandere, welche von sesshaften Aegyptern, an den Ufern des Nilsund in fruchtbaren, niedrigen Gegenden gezüchtet wird. So treff-lich die erste Art ist, so viel lässt die andere zu wünschen übrig;das ägyptische Pferd wird nicht mehr genannt, wenn von gutenRacen die Rede ist und alle ausgezeichneten Thiere, die man