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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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noch hie und da in Aegypten trifft, kommen entweder von denBeduinen iin eigenen Lande und den Nachbarstaaten, oder wer-den aus Arabien, Persien u. s. w. eingeführt.

Ly bien und die Wüste Barka besassen schon im Alter-thum durch Schnelligkeit und Dauer berühmte Pferde. DurchVermischung mit den arabischen Pferden während der Herrschaftder Araber wurden die bestehenden Racen noch veredelt undzeichnen sich noch immer aus. In der Nähe der ägyptischenGrenze sind gute Pferde selten, indem dieselben von Aegypten aus erkauft oder genommen werden ; nach der Berberei zu findetman dagegen treffliche Pferde, die viel arabisches Blut haben.Dasselbe gilt von den nubischen und dongolesischen, dieden Beschreibungen mehrerer Reisenden zufolge als die bestenund edelsten Thiere, als so schön, so kräftig, so feurig wie diearabischen und noch grösser und stärker dargestellt wurden.Neuere Nachforschungen haben jedoch bewiesen, dass jene Schil-derungen übertrieben, oder die Pferde in Dongola und Nubien früher ausgezeichneter gewesen sein müssen, als jetzt. Manist desshalb auch von dem Glauben, der sich gebildet hatte, dasinnere Afrika und vielleicht Dongola sei das Vaterland des Pferdes,neuerdings zurückgekommen, indem diese früher so gerühmteRace entweder nie das war, Mas man von ihr hörte, oder imLaufe der Zeit sehr zurückgekonnnen ist. Durch Mehemcd AlisKriege und GeMaltherrschaft ist die Zahl der Pferde in Nubien und Dongola sehr vermindert und die Nachzucht entweder gestört,oder dieselbe von den Eingebornen vernachlässigt Morden. Diedongolesischen Pferde sind ZMar für orientalische gross, 15—16Faust, besitzen ausserdem aber neben einigen guten Eigenschaftenmehrere Mängel und diejenigen, die als Beschäler nach Europa