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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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leisteten, mit leichter Mühe und setzten sich in den Besitz dernordafrikanischen Küstenländer, von denen aus sie später sogarden grössten Theil Spaniens sicli unterwarfen und ein arabi-sches (oder maurisches oder saracenisches) Reich in Europa gründeten.

Wie nun der Araber vor Allem sein treues, treffliches Ross liebt,so ging sein Streben stets dahin, die Race desselben, die er fürdie beste hält, auch nach denjenigen Ländern, die er unterjochte,zu verpflanzen. Wir sprechen von einer Zeit, da die Arabermächtig und siegreich, als sie die Herren von Asien und Afrika waren und ohne die Tapferkeit eines Karl Martell und der frän-kischen Krieger es vielleicht auch von Europa geworden wären.Heut zu Tage sind jene, für die arabische Nation so grossen Zeitenfreilich entschwunden, der Araber ist nicht mehr gefürchtet,schlecht regiert, ohne Einigkeit und Zusammenhalten, daherunterliegt er dem Angriffe der ersten besten geregelten Truppen;im offenen Felde vermag er, dereinst der muthigste, gefürch-telste Reiter, jetzt nichts mehr: Mehemet Ali hat mit seinenerbärmlichen Soldaten die Araber (Wahabiten) besiegt und siewerden sich wohl nie wieder zu einiger Bedeutung erheben. IhrMuth besteht noch in Kriegslist und schnellem Fliehen, er be-schränkt sich auf Räubereien, Ueberfällc und wenig bedeutendeGefechte. Aber immer noch liebt der Araber sein Pferd überAlles und züchtet es selbst da noch fort, wo seine Vorfahreneinst herrschten und er jetzt nur geduldet wird und seine Heer-den waiden darf. So in Syrien, in Mesopotamien , in denWüsten Aegyptens , in Lybien, und vorzugsweise auch in denStaaten der Berberei. Durch Vermischung mit arabischem Bluteerlangten die Berberrosse bald so viel Edles und Ausgezeich-netes, dass sie im Mittelalter den arabischen von Vielen gleich-