47
kamen, haben sich nicht bewährt, wovon später ein Mehrcreserwähnt werden wird.
r as über die nubischen und dongolesischen Pferde gesagtworden, gilt vollkommen über die Race in Kor dofan, die früherdemgemäss auch überschätzt ward. Doch soll sie sich durchgrosse Schnelligkeit auszeichnen und die Giraffe, sogar denStrauss im Laufe cinholen, wie uns der berühmte ReisendeRüppel, der in Kordofan war, versichert.
Wir werden uns nun, indem wir die Pferdearten im InnernAfrika’s , die uns zu wenig bekannt sind, möglicherweise jedochviel Ausgezeichnetes besitzen, wie einige Exemplare einer ganzfremden Race, die nach Tunis und andern Plätzen Nordafrika’sdurch Karawanen aus dem Innern des Landes gebracht wurden,ahnen lassen — übergehen, zu einer berühmten, zahlreichen undschon seit uralter Zeit bekannten und geschätzten Race, zu denBerberpferden. Unter diesem Namen werden alle diejenigenArten begriffen, die sich in der Berberei, d. h. in den nord-afrikanischen Küstenländern, in Marokko, Algier, Tunis und Tri-polis finden. Waren die dortigen Pferde, wie wir bereits gesehenhaben, schon im Altertliume, zu Zeiten der Carthaginienser undRömer, geschätzt und gesucht, so noch mehr späterhin, als dieLandesrace durch die arabische veredelt worden, Nordafrika ,unter der Römerherrschaft in Numidien und Mauritanien einge-theilt, litt durch den Andrang nördlicher wie südlicher Yölkcr-schaaren, durch innere Unruhen, und häufigen Wechsel derHerrschaft unsäglich; das einst so blühende Land, welches dieRömer spcciosilas totius orbis florcntis nannten, wurde in eineEinnüde verwandelt, Cullur und Handel, Ackerbau und Viehzuchtvernichtet. Da zogen die Araber herbei in der Milte des sieben-ten Jahrhunderts, besiegten die Einwohner, die kaum Widerstand