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schneller, angenehmer und folgsamer halten. Andere Völker desOrients ziehen wieder die Hengste vor, deren sie sich vorzugs-weise zum Reiten, im Kriege und auf ihren Raubzügen bedienen.In Arabien stchl jedoch die Stute höher im Werlhe als derHengst, denn die Hengstfohlen werden jung zu verkaufen gesuchtund häufig sogar wegen Futtermangels getödtet. Daher sind dieletzteren unter den Beduinen Arabiens selten; Beschäler werdennur von Wohlhabenden und den Stammoberhäuptern, den Schcchs,gehalten. Wer eine Stute decken lässt, muss dafür einen Preisbezahlen, der entweder in Geld (ungefähr 5 Franken]), oder in einemSchafe besteht. Oft scliliessen die Besitzer der Stute und desHengstes auch ganz besondere Contracte ab, die darauf liinaus-gehen, dass, im Falle die Stute ein tüchtiges Fohlen zur Weltbringt, der Preis für das Decken steigt, dagegen nichts vergütetwird, wenn sie nicht aufgenommen, oder ein todtes Fohlen zurWelt gebracht hat. Die Hengste werden im vierten oder fünftenJahre zum Beschälen verwendet, die Stuten in eben dem Alterzugelassen. Nur die Aermern thun diess, um eher Nutzen zuhaben, schon früher, die besseren und wohlhabenderen Pferde-züchter dagegen nie, weil das arabische, wie jedes orientalischePferd, zu seiner vollkommenen Ausbildung lange, in der Regelbis zum fünften, wohl auch bis zum sechsten Jahre bedarf. —In den Monaten März und April, wenn das junge Gras hervor-sprosst, ist die Beschälzeit. Die Beduinen bemühen sich ihreStuten vor dem Decken durch Anstrengungen und geringe Füt-terung zu schwächen und herunterzubringen: nach ihrer Ansichtsollen sie in solchem Zustande eher empfangen. Andere Vor-kehrungen, die vor dem Act des Beschälens noch vorgenommenwerden sollen, scheinen theils so unwesentlich, theils werden sievon Vielen geleugnet, oder so verschieden berichtet, dass wir sie