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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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zeichneten und bald ein blühendes, mächtiges Reich unter thätigenund trefflichen Fürsten bildeten, welche mit den Vornehmen unterihren Unterthanen in Pracht und Glanz wetteiferten — die reinearabische Race in ihrem neuen Vaterlande fort und kreuztennebenbei ihre trefflichen orientalischen Hengste mit den Land-stuten, die sie vorfanden. Der erstere Schlag von Pferden warhoch geachtet und verdiente es durch ihre Gestalt und Tüchtig-keit; er bestand ja auch in Wahrheit aus acht orientalischem Blut,das in unvermischter Reinzucht fortgepflanzt war. Man nanntediese edle Race Genetten (Ginetej), die im Mittelalter durchganz Europa des besten Rufes genossen. Die andere Art, ausder Kreuzung orientalischer Hengste mit spanischen Landesstutenhervorgegangen, hiess Villanos, unter denen es gleichfalls vieletüchtige und wohlgestaltete Thiere gab, jedoch nicht so edel undso schön wie die Genetten. Diese galten als die edelsten undbesten Pferde in Europa, und zwar nicht bloss im Mittelalter,sondern noch bis zum Anfänge des achtzehnten Jahrhunderts;man fand sie in den Marställen der Fürsten Europa’s, auf denbesten Gestüten und wegen ihrer Gelehrigkeit, Frömmigkeit undangenehmen Gangart auf den besten Schul- und Reitbahnen. DieMauren brachten es durch Sorgfalt und reichliche Nahrung dahin,dass ihre edlen Thiere grösser und kräftiger wurden, als dieorientalischen, von denen sie stammten; sie führten zuerst dieTurniere ein und bedienten sich ihrer trefflichen Pferde nichtbloss zum Wettlaufen und kriegerischen Spielen und Uebungen,sondern auch mit allem Nachdruck zum ernsten, blutigen Kampfe.Die maurische Reiterei war sehr geübt und gefürchtet, wozu,wie bei jeder andern Reiterei, die vorzügliche Pferderace dasMeiste beitrug.

In Spanien ward nach der Vertreibung der Mauren die vor-