leichter, angenehmer Reitschlag, der noch heule in Ansehen stehtund zu verschiedenen Zeiten mit orientalischem Blut aufgefrischtwurde. — Es ist bekannt, dass Karl der Grosse von Harun-Al- Raschid schöne orientalische Pferde zum Geschenke erhielt, esist ebenso bekannt, dass in Folge der Kreuzzüge viele orienta-lische Pferde von den Kreuzfahrern nach Europa gebracht wur-den; unter anderem kamen auch deren nach Frankreich , dessenkampflustige Ritterschaft an den Kreuzzügen lebhaften Antheilgenommen hatte. Das Rilterwesen blühte im Mittelalter vorzugs-weise in Frankreich und dazu bedurfte man guter und tüchtigerPferde. Die orientalische Race, für das südliche Frankreich un-bedingt die passendste, erschien für Kriegs- und Turnierpferdezu klein und zu fein, nicht stark genug einen schweren Mann involler Rüstung zu tragen. Man sah desshalb mehr und mehr aufdie Zucht schwerer, grosser und plumper Pferde, führte nieder-ländische, dänische und später auch englische Hengste ein, ohnezu bedenken, dass man zur Hervorbringung eines schweren undgrossen Schlages nicht bloss schwerer und grosser Hengste,sondern auch eben solcher Stuten bedarf. Ausser einigen Pro-vinzen Nordfrankreichs fehlte aber ein solcher Stutenstamm gänz-lich; man verschlechterte daher die vorhandene Landcsrace, an-statt sie zu verbessern. Diess war hauptsächlich in den Pro-vinzen der Fall, wo durch orientalisches Blut die Racen bereitsveredelt waren und nun durch schwere, plumpe Hengste, durchstete Versuche und stetes Kreuzen mit ungeeignetem Blut zuGrunde gehen mussten. Der Minister Colbert sah den gänz-lichen Verfall der französischen Pferdezucht ein und ergriff Mass-regeln dagegen. Er licss in der zweiten Hälfte des siebenzehntenJahrhunderts viele Hengste und zwar aus den verschiedenstenLändern mit grossen Kosten einführen, orientalische aus Asien
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Buch
Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
Seite
87
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