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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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93
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samer, ausdauernder und eben so kräftig sind — steht in grössererAchtung, und kostet mehr als ein gewöhnliches, fehlerfreies undbrauchbares Pferd. Im südlichen Frankreich gilt ein gutes Maul-thier 6 — 800 Franken, und sehr gute Exemplare noch mehr.Daher kommt es, dass man in den genannten Ländern die bestenund stärksten Stuten häufig zur Maulthierzucht verwendet; inSpanien geschah diess sogar mit den edelsten arabischen! Vondieser Paarung schreibt es sich her, dass beinahe alle Pferde inItalien etwas Maulthierähnliches haben, Kopf und Kreuz gleichenhäufig denen der Bastardrace. Man leitet diess davon ab, dass,wenn eine Stute einmal von einem Esel gedeckt worden, dieForm aller späteren Fohlen jener des Eselhengstes ähnlich bleibe.Dem sei wie ihm wolle, so steht doch fest, dass die Pferdezuchtin Italien zur Zeit darniederliegt, so blühend und renommirt siefrüher war und so leicht ihr wieder aufgeholfen werden könnte.Privaten haben es versucht, durch deren Bemühungen z. B. diePolesina, ein Landstrich bei Verona , früher durch einen treff-lichen Pferdeschlag berühmt wurde. — Bei Pisa im Toscanischenbefindet sich neben dem dortigen Kameelgestüte eines für Pferde,die fast wild gehalten werden. Kaiser Franz I. that als Gross-herzog viel für dieses Gestüt; später kam es in Verfall, ist aberin neueren Zeiten mit arabischem Blute aufgefrischt worden.Halbwilde Gestüte, in denen die Hengste frei unter die Stutengejagt werden, taugen nichts, wenn man nämlich edle Hengsteverwenden will, die dann sicherlich bald zu Grunde gehen.Man hört selbst von den wenigen Gestüten Italiens , die genanntzu werden verdienten, nicht viel Rühmliches, und darf im All-gemeinen die Pferdezucht Italiens als vollständig degenerirt be-trachten.

Bevor wir die nördlichen Länder Europa’s hinsichtlich ihrer