VI.
Das englische Pferd .
Welch’ glückliche Resultate durch verständige und sorg-fältige Paarung, Wartung, Fütterung und Behandlung in derPferdezucht zu erlangen sind, davon liefert England das auf-fallendste Beispiel. Der practische Sinn der Engländer, ihreBeharrlichkeit in dem was sie einmal beschlossen haben, ihrereichen Mittel, die Verbindungen, in denen sie mit aller Weltstehen, und endlich die abgeschlossene Lage ihres fruchtbarenLandes, welches seit vielen Jahrhunderten von feindlichen Inva-sionen verschont blieb, haben es möglich gemacht, dass einefremde, in heissen Ländern heimische Pferderace nach Englandverpflanzt, dort naturalisirt und in mehreren Beziehungen, gemässden Ansprüchen, die der Nordländer und besonders der Engländeran das Pferd macht, vervollkommnet werden konnte. Es kannliiemit nicht gemeint sein, dass in England das orientalische Blut,welches jenen auffallenden und erfreulichen Einfluss hervorbrachte,noch mehr veredelt worden sei, sondern dass dieses Blut, dasedelste, welches existirt, in England rein erhalten, durch unaus-gesetzte Pflege und reichliche Nahrung, so wie durch strengeAuswahl bei der Paarung im Laufe der Zeit grösser und stärker,und den Ansprüchen, die man in England und grösstentheils in