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Wahrscheinlichkeit durchaus bestritten werden. Wenn auch vonden orientalischen Hengsten, die damals im höchsten Ansehenstanden, viele englische Landstuten gedeckt wurden und die Nach-kommen, namentlich in späteren Generationen, viel edles Blut er-hielten und ehien treff ,: chen Schlag bildeten, so dürfen sie dochnicht auf den Namen „reines Vollblut“ Anspruch machen,dieses stammt unbezweifelt vom unvermischten orientalischen Blut,gleichviel ob von Arabern, Berbern, Persern oder Türken ab.Der Beweise für d ; ese Behauptung gibt es viele und gewichtige.Nach dem Racing Calendcr, dem General Stud-Book, dem Turf-Register und andern gedruckten und geschriebenen Urkunden,die seit Anfang des achtzehnten Jahrhunderts mit vieler Genauig-keit geführt worden und zu Jedermann’s Kennlniss gekommensind, stammen alle edle englische Pferde, alle Wettrenner, diethorough-bred Race horses zumal von orientalischen Hengstenund Stuten ab; wo diese Abstammung nicht ganz genau angege-ben werden konnte, was jedoch nc selten der Fall ist, Avird niemit Bestimmtheit gesagt, dass eine englische Landstute mit einemorientalischen Hengste gepaart die Stammmutter eines Geschlechtssei. Mit fast unwiderlegbarer Gewissheit darf man daher anneh-men, dass, wenn auch aus der Parong orientalischer Hengste mitalt-englischen Stuten ein sehr guter Schlag erzielt worden sei,der in späteren Generationen kaum von dem Vollblut zu unter-scheiden war und ausser auf den Rennbahnen häufig dafür aus-gegeben Avurde, — das ächte Vollblut, wie die Register und alleUrkunden aus älterer Zeit bezeugen, Avie der Augenschein lehrtund die Tradition uns vergeAvissert, aus unvermischter orienta-lischer Reinzucht entstanden ist. Dem steht die geringe Zahleingeführter orientalischer Stuten nicht entgegen; wenn sich nachunserer Annahme die Anzahl derselben von 1660—1750 ungefähr