auf 60—80 belief, so kann der Natur der Sache nach in einemso langen Zeiträume und bei der Sorgfalt und Pflege, die dasPferd, zumal das edle und werthvolle in England findet, von denangegebenen Stammmüttern eine grosse Nachkommenschaft erzieltworden sein. Das orientalische Pferd erreicht überdem ein hohesAlter und behält länger, als ein nordisches, seine Kräfte und seinFortpflanzungsvermögen. Wissen wir doch, wie ausserordentlichschnell wilde Pferde und solche, die man sich selbst überliess,wie z. B. in Amerika , sich fortpflanzen, um wie viel mehr die-jenigen, welche mit der grössten Sorgfalt, bei reichlichem Futter,und unter der besten Wartung gezüchtet werden. Die Zahl derenglischen Vollblutpferde, die ja auch nicht so übergross ist, stehtalso keineswegs der Annahme entgegen, dass dieselben reinesorientalisches Blut seien. Wenn man dagegen noch einwirft, dieheutigen englischen Vollblutpferde seien grösser, starkknochigerund selbst in ihrem Bau von den orientalischen Racen unterschie-den, so hat man dafür gute Gegengründe. Auch unter den orien-talischen Pferden gibt es, wiewohl selten, grosse und starke;z. B. zeichnen sich die Turkomannen du”ch diese Vorzüge aus;ferner kann man auch durch reichliches Futter und sorgsamePflege einen kleineren Schlag durch mehrere Generationen hindurchgrösser und stärker gestalten; was oft schon in ziemlichem Gradebei der ersten gelingt. Die Bildung des Halses, des Widerrüstesund der Schultern, die bei dem englischen Vollblutpferde vonderjenigen des orientalischen verschieden sein soll und es auchin der That ist, obwohl unter den Orientalen Formationen dieserTheile Vorkommen, die mit denen der Engländer Aehnlichkeithaben — entscheidet ebenfalls nichts, da man durch d ; e Wahlbei der Paarung, durch besondere Aufmerksamkeit auf diese oderjene hervorstechenden Eigenthümlichkeiten, die man vererben will,
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Buch
Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
Seite
109
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