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Das orientalische Pferd und das Privat-Gestüte ... des Königs von Württemberg : eine hippologische Monographie für Züchter, Freunde und Kenner von edlen Pferden / von ... A. Jäger
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dagegen wieder nicht so stark und kräftig waren. Von den selbstgezogenen Hengsten zeichneten sich in jener Epoche Solimanvom Burnu, der junge Burnu von demselben Vater und San-dern vom Tajar aus. Koch müssen wir aus jener Zeit einesschwarzen national-arabischen Hengstes, des Mameluck erwäh-nen, der mit englischen Halbblulstuten einen guten Wagenschlagund ausgezeichnete Landbeschälcr producirte. Ein schwarzerTrakehner Hengst war für die Trakehner Stuten bestimmt.

Ausser den genannten und noch einigen anderen weniger be-währten arabischen und dem Trakehner Hengste befanden sichkeine Beschäler von irgend einer anderen Race im königlichenPrivatgesUitc. Man wollte ausschliesslich die orientalische Race reinfortzüchten und machte lediglich bei dem Wagenschlage eineAusnahme, indem man grosse nordische Stuten mit edelm süd-lichen Blute paarte. Ausserdem züchtete man die orientalischenRacen rein fort, kreuzte allerdings persisches, syrisches, ägyp-tisches, dongolesisches Blut u. a. m. unter sich und mit arabischem,um auf dem Wege der Erfahrung das günstigste Resultat zu er-reichen. Zu Beschälern wählte man fast ausschliesslich National-araber , von denen man eine grosse Auswahl und die edelsten,vollkommensten Exemplare besass. Nur ein Landesfürst konntesich eine so grosse Zahl ächt arabischer Hengste verschaffen,dem Privaten hätten die Mittel, die Verbindungen und die Machtdazu gefehlt. Konnte doch im wiirltembergischen Gestüte in denersten fünfzehn Jahren seiner weiteren Ausdehnung schon überdreissig ächt orientalische, meist rein arabische Hengste als Be-schäler verfügt werden, von denen man die ausgezeichnetstenund bewährtesten zur Nachzucht aus wählen durfte! WelchesGestüt von gleichem Umfange erfreute sich einer gleichen Aus-wahl, w r o verwendete man gleiche Summen, gleiche Anstrengungen